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Bugatti: Eigentümer, Preise und Modelle

Oliver George Cooper Carter • 2026-08-10 • Gepruft von Elias Hoffmann

Wenn Sie sich schon einmal gefragt haben, wem dieser extravagante französische Supersportwagen mit dem markanten Hufeisenkühlergrill eigentlich gehört – die Antwort ist komplizierter, als man denkt: Bugatti hat eine der wechselvollsten Eigentümergeschichten der Automobilbranche, die 2021 mit der Gründung des Joint Ventures Bugatti Rimac einen neuen Höhepunkt erreichte. Dieser Artikel gibt einen aktuellen Überblick über Besitzer, Preise, Modelle und technische Daten – und zeigt, wohin die Reise unter der Führung von Mate Rimac geht.

Gründungsjahr: 1909 ·
Aktueller Besitzer: Bugatti Rimac (Rimac Group, Porsche) ·
Höchstgeschwindigkeit (Chiron): 420 km/h ·
Einstiegspreis: ca. 2,5 Mio. €

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob Bugatti künftig vollelektrische Modelle anbietet
  • Wie viele Stück des Nachfolgemodells Tourbillon genau gebaut werden
  • Ob der Markenwert unter Rimac weiter steigt
3Zeitleisten-Signal
  • 1909: Gründung durch Ettore Bugatti
  • 1998: Wiederbelebung durch VW-Konzern
  • 2021: Verkauf an Bugatti Rimac
  • 2024: Produktionsende des Chiron
4Wie es weitergeht

Eine Übersicht der Kernfakten:

Merkmal Wert
Gründungsjahr 1909
Gründer Ettore Bugatti
Aktueller Besitzer Bugatti Rimac (Rimac Group 55 %, Porsche 45 %)
Hauptsitz Molsheim, Frankreich
Teuerstes Modell La Voiture Noire (ca. 11 Mio. €)
Höchstgeschwindigkeit 420 km/h (Chiron Super Sport 300+)
Durchschnittsverbrauch ca. 22 l/100 km (Chiron)

Wem gehört Bugatti heute?

Eigentumsverhältnisse seit 2021

Seit dem 1. November 2021 ist die Marke Teil des Joint Ventures Bugatti Rimac. Der kroatische Technologiepionier Mate Rimac führt das Unternehmen als CEO (Wikipedia – Eintrag zur Marke). Die Rimac Group hält 55 % der Anteile, Porsche 45 %.

Die Rolle von Porsche

Porsche hatte sich bereits 2018 an Rimac beteiligt und bündelte 2021 seine Anteile im Joint Venture. Dadurch sicherte sich der Sportwagenhersteller aus Stuttgart eine strategische Beteiligung an der traditionsreichen Luxusmarke, ohne selbst die operative Führung zu übernehmen.

Rimac als Mehrheitseigentümer

Mate Rimac, Gründer und CEO von Rimac Automobili, gilt als Visionär der Elektromobilität. Unter seiner Führung soll Bugatti nicht nur auf Hybridantriebe umgestellt, sondern auch technologisch neu ausgerichtet werden. Der Tourbillon – das erste Modell der Rimac-Ära – ist ein klares Signal: 8,3 Liter V16 mit Hybridunterstützung, 1.775 PS und eine Spitze von 445 km/h (Autoevolution – Fachmagazin).

Das bedeutet: Bugatti bleibt ein Verbrenner-Hybrid, setzt aber auf die Elektro-Kompetenz von Rimac.

Der Bugatti Tourbillon ist der erste Hybrid der Marke und markiert einen Wendepunkt. Unter Mate Rimac wird Bugatti technologisch neu ausgerichtet – das zeigt der V16-Hybrid mit 1.775 PS.

Wie viel kostet ein Bugatti?

Preisspanne der Modelle

Ein neuer Bugatti Chiron kostet netto ab etwa 2,5 Millionen Euro. Die Sondermodelle wie der Divo (ca. 5 Mio. €) oder der La Voiture Noire (11 Mio. €) liegen deutlich darüber. Der neue Tourbillon wird voraussichtlich bei etwa 4 Millionen Euro starten (CarBuzz – Automobil-Nachrichtenportal).

Bugatti Chiron Preis

Der Chiron ist das bekannteste aktuelle Modell. Der Grundpreis liegt bei 2,5 Mio. €, mit Individualisierungen schnell über 3 Mio. €. Die Produktion der 500 geplanten Exemplare endet 2024 (Autoevolution – Fachmagazin).

Sondermodelle und Sammlerpreise

Gebrauchte Bugatti erzielen oft hohe Sammlerpreise. Der Veyron, das erste Modell der VW-Ära, wird heute je nach Zustand für 1,5 bis 2,5 Mio. € gehandelt. Der seltene Bugatti Divo ist bereits ausverkauft und erzielt auf dem Gebrauchtmarkt Aufschläge von bis zu 20 %.

Für Sammler: Der Wert von Bugatti-Modellen steigt oft nach Produktionsende. Der Chiron ist bereits ein begehrtes Sammlerstück – wer früh investiert, profitiert von der limitierten Stückzahl.

Der Punkt: Bugatti ist nicht nur ein Auto, sondern ein Investment – mit begrenzter Stückzahl und steigender Nachfrage unter Sammlern.

Ist Bugatti deutsch oder französisch?

Gründung in Molsheim (Elsass)

Bugatti wurde 1909 von Ettore Bugatti in Molsheim gegründet. Das Elsass gehörte damals zum Deutschen Reich, heute ist es französisches Staatsgebiet. Die Marke gilt daher kulturell als französisch, auch wenn die Unternehmensgeschichte eng mit Deutschland verbunden ist (BUGATTI – offizielle Herstellerseite).

Historische Zugehörigkeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte das Elsass zu Frankreich. Bugatti produzierte bis 1956, meldete dann Insolvenz an. Erst 1998 kaufte der VW-Konzern die Markenrechte und ließ die Produktion in Molsheim wieder aufleben. Seit 2021 gehört Bugatti zum Joint Venture Bugatti Rimac, dessen Hauptsitz ebenfalls in Molsheim liegt.

Heutiger Standort und Marke

Der Hauptsitz ist nach wie vor Molsheim, Frankreich. Die offizielle Website listet die Adresse mit französischer Postleitzahl (BUGATTI – offizielle Website). Die Marke wird daher überwiegend als französisch wahrgenommen, auch wenn die Eigentümerstruktur international ist.

Das Muster: Nationalität ist bei Bugatti eine Frage der Perspektive – historisch französisch, industriell deutsch, zukunftstechnisch kroatisch.

Wer ist reicher, Lamborghini oder Bugatti?

Markenwert und Umsatz

Lamborghini erzielt deutlich höhere Verkaufszahlen und Umsatz. 2023 lieferte Lamborghini über 10.000 Fahrzeuge aus, Bugatti nur etwa 80. Der Umsatz von Lamborghini lag bei rund 2,4 Milliarden Euro, der von Bugatti wird auf unter 500 Millionen Euro geschätzt. Allerdings ist Bugatti pro Fahrzeug wesentlich teurer und exklusiver.

Vergleich der Preisklassen

Ein Lamborghini Revuelto kostet ab etwa 500.000 Euro, ein Bugatti Chiron ab 2,5 Millionen Euro. Die Preisspanne zeigt: Bugatti bedient das absolute Luxussegment, während Lamborghini eine breitere Käuferschicht anspricht.

Exklusivität und Stückzahlen

Bugatti produziert nur wenige Hundert Fahrzeuge pro Jahrzehnt. Der Chiron wurde auf 500 Exemplare limitiert, der Tourbillon auf 250. Lamborghini verkauft jedes Jahr Tausende. Die Exklusivität macht Bugatti wertvoller im Sinne der Sammlerpreise, nicht unbedingt des Unternehmenswerts.

Der Trade-off: Lamborghini ist das profitablere Geschäft, Bugatti die prestigeträchtigere Marke.

Wie viel Liter verbraucht ein Bugatti auf 100 km?

Verbrauch des Bugatti Chiron

Der Bugatti Chiron verbraucht kombiniert etwa 20–25 Liter auf 100 km. Der 8,0-Liter-W16-Motor mit vier Turboladern ist extrem durstig. Bei Vollgas kann der Verbrauch auf über 40 Liter steigen.

Vergleich mit anderen Supersportwagen

Der Lamborghini Revuelto (V12-Hybrid) verbraucht etwa 15–18 Liter auf 100 km. Der Ferrari SF90 Stradale (Plug-in-Hybrid) kommt auf 10–12 Liter. Bugatti liegt damit deutlich über dem Durchschnitt selbst in dieser Klasse.

Faktoren für den hohen Verbrauch

Der W16-Motor mit 8 Litern Hubraum und 1.500 PS ist die Hauptursache. Hinzu kommt das hohe Gewicht von rund 2 Tonnen. Der Tourbillon mit V16-Hybrid soll den Verbrauch senken, aber offizielle Werte liegen noch nicht vor (Carscoops – Automobil-News).

Das Fazit: Wer einen Bugatti fährt, macht sich über den Verbrauch selten Gedanken – aber die Zahlen zeigen, warum die Marke auf Hybrid setzt.

Vier Modelle, zwei Generationen: Der Chiron und der neue Tourbillon unterscheiden sich in fast jeder Kennzahl – von der Leistung bis zum Preis. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen.

Merkmal Bugatti Chiron Bugatti Tourbillon
Motor 8,0 l W16, vier Turbolader 8,3 l V16, Hybrid
Leistung 1.500 PS 1.775 PS (ca. 1.800 PS)
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplung 8-Gang-Doppelkupplung
0–100 km/h 2,4 Sekunden < 2,0 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 420 km/h 445 km/h (mit Speed Key)
Länge 4.544 mm 4.671 mm
Radstand 2.711 mm 2.740 mm
Preis (ca.) 2,5 Mio. € 3,7 Mio. € (4.075.000 USD)
Produktionsauflage 500 Stück 250 Stück

Die Daten zeigen: Der Tourbillon ist nicht nur ein neues Modell, sondern ein technologischer Sprung. Die Hybridisierung ermöglicht höhere Leistung bei niedrigerem Verbrauch – ein klares Signal für die Zukunft der Marke.

Sechs technische Details, die den Unterschied zwischen den Generationen ausmachen: Vom Antriebsstrang über die Abmessungen bis zur Höchstgeschwindigkeit.

Parameter Chiron Tourbillon
Antriebsart Verbrenner (W16) Hybrid (V16 + Elektro)
Hubraum 7.993 cm³ 8.300 cm³
Leistung gesamt 1.103 kW (1.500 PS) 1.306 kW (1.775 PS)
Drehmoment 1.600 Nm 1.850 Nm (geschätzt)
Leergewicht ca. 1.995 kg ca. 2.050 kg (mit Hybrid)
Kofferraumvolumen 44 l 50 l
Reifen vorn 285/35 R20 285/30 R21
Reifen hinten 355/25 R21 355/25 R22
Bremsscheiben vorn 420 mm 440 mm
Bremsscheiben hinten 400 mm 420 mm

Der Punkt: Der Tourbillon ist in jeder Hinsicht größer, stärker und technisch anspruchsvoller – ein echter Generationswechsel.

Zeitleiste: Bugattis Weg von 1909 bis heute

  • 1909 – Gründung von Automobiles Ettore Bugatti in Molsheim (BUGATTI – offizielle Herstellerseite)
  • 1956–1963 – Produktionseinstellung, Insolvenz (BUGATTI – offizielle Herstellerseite)
  • 1998 – Wiederbelebung der Marke durch den VW-Konzern (BUGATTI – offizielle Herstellerseite)
  • 2005 – Vorstellung des Bugatti Veyron (Wikipedia – Eintrag zur Marke)
  • 2016 – Bugatti Chiron vorgestellt (Autoevolution – Fachmagazin)
  • 2021 – Verkauf an das Joint Venture Bugatti Rimac (Rimac Group, Porsche) (Wikipedia – Eintrag zur Marke)
  • 2024 – Produktionsende des Chiron, neues Modell Mistral und Tourbillon angekündigt (Autoevolution – Fachmagazin)

Das Muster: Jeder Besitzerwechsel brachte einen neuen Höhepunkt – von der Gründung über die VW-Ära bis zur Rimac-Hybrid-Ära.

Bestätigte Fakten

Was unklar ist

  • Ob Bugatti künftig vollelektrische Modelle anbietet
  • Wie viele Stück des Nachfolgemodells Tourbillon genau gebaut werden
  • Ob der Markenwert unter Rimac weiter steigt
  • Ob die Produktion des Tourbillon pünktlich 2025 startet

„Bugatti steht für das absolut Machbare. Mit dem Tourbillon zeigen wir, dass Hybrid nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch leistungsstärker sein kann.“

Mate Rimac, CEO Bugatti Rimac (Carscoops – Automobil-News)

„Die Partnerschaft mit Rimac erlaubt es uns, die Zukunft der Luxusmobilität aktiv mitzugestalten – mit einem starken Partner an der Spitze.“

Porsche-Vorstand (zitiert in Wikipedia – Eintrag zur Marke)

Bugatti steht an einem Wendepunkt. Der Wechsel von VW zu Rimac war nicht nur ein Besitzerwechsel, sondern eine strategische Neuausrichtung: weg von reinen Verbrennern, hin zu Hybridtechnologie. Der Tourbillon zeigt, wohin die Reise geht – und dass die Marke ihre Exklusivität bewahren will. Für Käufer in Deutschland und Europa bedeutet das: Die Zeiten des W16 neigen sich dem Ende zu, aber die Werte der Sammlermodelle werden weiter steigen. Für Investoren ist die Frage nicht, ob Bugatti elektrisch wird, sondern wie schnell.

Interessiert an Luxusuhren? Lesen Sie unseren Artikel über die Omega Speedmaster 2025: Preis, Wert und Modelle.

Häufig gestellte Fragen

Wer hat Bugatti gegründet?

Ettore Bugatti gründete die Marke 1909 in Molsheim im Elsass.

Wie viele Bugatti Chiron wurden gebaut?

Die Chiron-Baureihe wurde auf 500 Exemplare limitiert.

Was ist der schnellste Bugatti?

Der Bugatti Chiron Super Sport 300+ erreicht 490 km/h, der Tourbillon 445 km/h (mit Speed Key).

Kann man einen Bugatti leasen?

Ja, über spezialisierte Luxusautohändler und Leasinggesellschaften, allerdings zu sehr hohen Raten.

Wo kann man Bugatti kaufen?

Über das offizielle Händlernetz von Bugatti, das etwa 30 Standorte weltweit umfasst, darunter in München, Stuttgart und Genf.

Wie hoch ist die Versicherung für einen Bugatti?

Die Versicherung für einen Bugatti Chiron kostet je nach Modell und Fahrerprofil zwischen 30.000 und 100.000 Euro pro Jahr.

Welches ist das seltenste Bugatti-Modell?

Der Bugatti La Voiture Noire – nur ein Exemplar gebaut, Preis ca. 11 Mio. Euro. Auch der Divo (40 Stück) und der Centodieci (10 Stück) sind extrem selten.



Oliver George Cooper Carter

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