
Pellets Preis: Aktuelle Preise und Heizöl-Vergleich
Wer mit Pellets heizt, fragt sich spätestens im Frühjahr: Lohnt sich das noch? Die Preise schwanken, der Markt ist undurchsichtig, und jeder Händler preist etwas anderes an. Dieser Vergleich zeigt, was Pellets aktuell wirklich kosten, wie sich die Preise regional unterscheiden und ob sich der Umstieg von Heizöl lohnt.
Durchschnittspreis bei 6 Tonnen: 405,11 €/Tonne frei Haus inkl. MwSt. · DEPV-Pelletpreis: monatlich vom DEPI erhoben · Komplettpreis pro Tonne: inkl. Lieferung und Einblaspauschale · Heizpellets24 Durchschnitt: basierend auf günstigstem Händler je PLZ
Kurzüberblick
- DEPI-Durchschnitt April 2026: 405,11 €/Tonne (Energienutzer.de)
- 1 Tonne Pellets = 500 Liter Heizöl (Holzpellets.net)
- Pellets 25 % günstiger als Heizöl über 10 Jahre (DEPI)
- Exakte €/Tonne-Werte ohne monatliche Aktualisierung
- Regionale Schwankungen je PLZ stark variierend
- Zukunftsprognosen für 2026/2027 ab Q2 unsicher
- Höchststand September 2022: 763,76 €/Tonne (Heizung.de)
- Jahresdurchschnitt 2024: 289 €/Tonne (Statista)
- Saisonale Preisschwankungen erwartet (Sommer günstiger)
- Regionale Anbieter oft konkurrenzfähiger als überregionale Plattformen
- Vorteil bei Abnahme ab 6 Tonnen
| Merkmal | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| DEPV-Pelletpreis | monatlich vom DEPI erhoben | DEPI |
| Abnahmemenge Basis | 6 Tonnen frei Haus | Energienutzer.de |
| idealo.de Produkte | 90 Holzpellets-Angebote | idealo.de |
| Heizpellets24 Methode | Günstigster Händler je PLZ bei 6.000 kg | Heizpellets24 |
| Lose Pellets Bundesdurchschnitt | 378,78 €/Tonne | Holzpellets.net |
| Sackware | 412,97 €/Tonne | Holzpellets.net |
Wie hoch sind die aktuellen Pelletpreise in Deutschland?
Der Deutsche Pelletverband (DEPV) erhebt monatlich die Pelletpreise in Deutschland. Für April 2026 lag der Durchschnittspreis laut DEPI bei 405,11 €/Tonne bei einer Abnahmemenge von 6 Tonnen (Energienutzer.de). Dieser Wert enthält die Mehrwertsteuer und die Lieferkosten bis zur Haustür.
Durchschnittspreise bei Online-Bestellung
Bei Online-Bestellung über Portale wie Heizpellets24 ergab sich ein niedrigerer Durchschnittswert von etwa 370 €/Tonne. Der Unterschied erklärt sich durch die Berechnungsmethode: Heizpellets24 ermittelt den günstigsten Anbieter je Postleitzahl, während der DEPI einen gewichteten Marktdurchschnitt veröffentlicht (Heizpellets24).
Wer bei Heizpellets24 seine PLZ eingibt, sieht sofort den günstigsten regionalen Anbieter. Im April 2026 lagen die Unterschiede zwischen dem teuersten und günstigsten Anbieter bei über 80 €/Tonne.
DEPV-Pelletpreis monatlich
Der DEPV-Pelletpreis wird vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) in Rosenheim erhoben und monatlich veröffentlicht. Die Erhebung basiert auf Meldungen von Händlern und Herstellern und gilt als offizielle Benchmark für Deutschland. Laut Statista lag der Jahresdurchschnitt 2024 bei 289 €/Tonne – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Krisenjahr 2022 (Statista).
Wie viel kostet 1 Tonne Pellets?
Die Antwort hängt von der Bezugsform ab. Lose Pellets sind grundsätzlich günstiger als Sackware, da der Verpackungs- und Handlingaufwand entfällt.
Preis pro Tonne inklusive Lieferung
Laut aktuellen Daten von Holzpellets.net kosteten lose Pellets Ende April 2026 im Bundesdurchschnitt 378,78 €/Tonne. Sackware lag bei 412,97 €/Tonne (Holzpellets.net). Der Komplettpreis umfasst jeweils Lieferung und Einblaspauschale.
Größere Abnahmemengen ab 6 Tonnen senken den Stückpreis pro Tonne merklich. Wer weniger als 3 Tonnen ordert, zahlt laut Esyoil schnell 30 bis 50 €/Tonne mehr (Esyoil).
Raiffeisen Pellets Preis pro Tonne
Raiffeisen-Genossenschaften bieten Pellets oft zu wettbewerbsfähigen Preisen an, besonders in ländlichen Regionen mit eigenem Holzaufkommen. Regionale Raiffeisenlagergenossenschaften in Bayern und Baden-Württemberg vermarkten häufig Pellets aus regionaler Produktion. Die genauen Preise variieren je nach Standort und Abnahmemenge und sollten direkt beim regionalen Anbieter erfragt werden.
| Bezugsform | Preis €/Tonne | Typischer Mehrpreis | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Lose (Bundesdurchschnitt) | 378,78 | – | Einfamilienhaus mit Silo |
| Sackware (25 kg) | 412,97 | +34,19 € | Kleine Mengen, Lagerung im Keller |
| Big Bag (1 t) | ca. 395 | +16,22 € | Mittlere Abnehmer |
| DEPI-Marktdurchschnitt (6 t) | 405,11 | +26,33 € | Normale Haushaltsgröße |
Die Tabelle zeigt: Wer mit Sackware liebäugelt, zahlt im Schnitt 9 % mehr als für lose Ware. Für Haushalte ohne Silo ist Sackware dennoch die einzige Option.
Wie viele Pellets braucht man für 1000 Liter Heizöl?
Die Energieäquivalenz zwischen Pellets und Heizöl ist eine der wichtigsten Vergleichsgrößen. Eine Tonne Holzpellets entspricht etwa 500 Litern Heizöl (Holzpellets.net). Das bedeutet: Wer 2.000 Liter Heizöl jährlich verbraucht, benötigt rund 4 Tonnen Pellets.
Vergleich Pelletmenge zu Heizöläquivalent
Um 1.000 Liter Heizöl zu ersetzen, braucht man demnach 2 Tonnen Pellets. Bei einem Preis von 405,11 €/Tonne kostet die Ersatzmenge für 1.000 Liter Heizöl also etwa 810 € – gegenüber aktuell 134,94 € für 100 Liter Heizöl, also 1.349,40 € für 1.000 Liter (Holzpellets.net).
2 Tonnen Pellets (810 €) ersetzen 1.000 Liter Heizöl (1.349 €). Die Ersparnis beträgt rund 540 € – oder 40 %.
Verbrauch für Einfamilienhaus
Ein typisches Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche und Ölheizung verbraucht etwa 2.000 bis 3.000 Liter Heizöl pro Jahr. Das entspricht 4 bis 6 Tonnen Pellets. Bei einem Pelletpreis von 405 €/Tonne liegen die jährlichen Brennstoffkosten bei etwa 1.620 bis 2.430 € – deutlich unter den aktuellen Ölkosten von 2.700 bis 4.050 €.
Ist Heizen mit Pellets wirklich billiger?
Ja – und das nicht nur kurzfristig. Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) hat errechnet, dass Pellets in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich 25 % günstiger waren als Heizöl (DEPI). Diese Aussage stützt sich auf eine Langzeitanalyse der Energiepreise in Deutschland.
Kostenvergleich Pellets vs. Heizöl
Heizöl kostete im April 2026 laut Holzpellets.net etwa 134,94 €/100 Liter (Holzpellets.net). Um 1.000 Liter Heizöl zu ersetzen, benötigt man 2 Tonnen Pellets. Mit einem Pelletpreis von durchschnittlich 405 €/Tonne sind das 810 € – gegenüber 1.349 € für Heizöl.
Im Schnitt waren Pellets in den vergangenen zehn Jahren 25 Prozent günstiger als Heizöl.
— Deutsches Pelletinstitut (DEPI)
Einsparungen bei 15 kg Pellets
15 kg Pellets kosten bei Sackware etwa 6,20 €. Mit 15 kg Pellets lässt sich ein Einfamilienhaus bei durchschnittlichem Verbrauch etwa einen halben bis ganzen Tag beheizen, abhängig von Außentemperatur und Gebäudedämmung. Der Heizwert von 15 kg Pellets entspricht etwa 7,5 Litern Heizöl.
Pellets Preisvergleich und regionale Preise
Die Pelletpreise unterscheiden sich in Deutschland deutlich nach Region. Der Süden mit seinem höheren Waldaufkommen ist tendenziell günstiger als der Norden.
Preise Sackware vs. lose
Lose Pellets sind bundesweit günstiger als Sackware. Im April 2026 lag der Bundesdurchschnitt für lose Ware bei 378,78 €/Tonne, für Sackware bei 412,97 €/Tonne (Holzpellets.net). Der Preisunterschied beträgt rund 34 €/Tonne oder 9 %.
Die DEPI-Preiserhebung zeigt regionale Unterschiede zwischen Nord, Mitte und Süd. Diese regionale Aufteilung hilft Verbrauchern, die richtige Region für den Preisvergleich heranzuziehen.
| Region | Preis €/Tonne | Typische Merkmale |
|---|---|---|
| Nord/Ost | 407,95 | Höchste Preise, weniger Waldaufkommen |
| Mitte | 400,79 | Mittleres Preisniveau, gute Infrastruktur |
| Süd | 405,80 | Günstiger durch Waldreichtum Bayerns und BW |
Die regionalen Unterschiede sind mit 7 €/Tonne zwischen günstigster und teuerster Region gering – wichtiger ist die Wahl zwischen loser Ware und Sackware.
Pellets Preise in der Nähe und CHECK24
Online-Vergleichsportale wie CHECK24 und Heizpellets24 ermöglichen eine PLZ-basierte Suche nach dem günstigsten Anbieter. Die Portale listen aktuelle Angebote mit Lieferkonditionen und Mindestabnahmemengen.
Auf idealo.de wurden im April 2026 insgesamt 90 Holzpellets-Produkte gelistet, darunter lose Ware, Sackware und Big Bags verschiedener Anbieter (idealo.de).
Neben dem Tonnenpreis zählen auch Lieferkosten, Einblaspauschale und Mindestabnahme. Ein Angebot mit 380 €/Tonne kann durch 80 € Einblaspauschale teurer werden als ein Konkurrent mit 395 €/Tonne und inkludierter Lieferung.
Werden Pellets in Österreich wieder billiger?
Der österreichische Pelletsmarkt ist eng mit dem deutschen verflochten. Österreichische Produzenten exportieren regelmäßig nach Deutschland, während deutsche Händler auch im Alpenland liefern. Die Preise in Österreich folgen ähnlichen Trends wie in Deutschland, mit leichtem Aufschlag für Transportkosten in entlegenere Gebiete.
Preisentwicklung seit 2014
Die Pelletpreise in Deutschland haben seit 2014 eine turbulente Entwicklung hinter sich. Von stabilen 220–250 €/Tonne vor 2022 schnellten sie durch den Ukraine-Krieg auf Rekordwerte.
Im Jahr 2022 stieg der Preis für Holzpellets sprunghaft an und erreichte im September mit 763,76 Euro je Tonne den Höchststand.
| Jahr | €/Tonne | Bemerkung |
|---|---|---|
| 2014 | ca. 280 | Höchststand im Januar (Heizung.de) |
| 2014–2021 | 220–250 | Stabilitätsphase |
| 2022 (Sept.) | 763,76 | Allzeithoch durch Energiekrise (Heizung.de) |
| 2023 | 390 | Rückgang nach Energiekrise (PRÄG) |
| 2024 | 289 | Deutliche Entspannung (Statista) |
| 2025 (Okt.) | 366 | Leichter Anstieg (Aktion-Holzpellets) |
| 2026 (April) | 405,11 | Aktueller Stand |
Seit dem Allzeithoch 2022 sind die Preise deutlich gefallen, liegen aber immer noch über dem Vorkrisenniveau von 220–250 €/Tonne. Der Preisanstieg von 2022/2023 war hauptsächlich durch die geopolitischen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs bedingt (Statista). Die C.A.R.M.E.N.-Datenreihe erfasst Pelletpreise systematisch seit 2002 und ermöglicht Langzeitvergleiche (C.A.R.M.E.N.).
Vorteile
- 25 % günstiger als Heizöl über 10 Jahre (DEPI)
- Regionale Verfügbarkeit aus nachhaltiger Forstwirtschaft
- CO₂-neutraler Kreislauf bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung
- Preisstabiler als fossile Energieträger langfristig
- Unabhängigkeit von Gasimporten
Nachteile
- Lagerraum oder Silo erforderlich
- Saisonale Preisschwankungen von bis zu 20 %
- Höherer Planungsaufwand bei Neuanschaffung
- Sackware teurer als lose Ware
- Lieferkosten können regional stark variieren
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Während der DEPI-Durchschnitt 405 €/Tonne beträgt, zeigen aktuellen Schweizer Preisvergleichen Werte zwischen 354 und 413 €, die den Heizölvergleich ergänzen.
Häufig gestellte Fragen
Wie entwickeln sich Pelletpreise derzeit?
Die Pelletpreise sind seit dem Höchststand im September 2022 (763,76 €/Tonne) deutlich gefallen. Aktuell (April 2026) liegt der DEPI-Durchschnitt bei 405,11 €/Tonne. Saisonale Schwankungen sind üblich: Sommerpreise liegen typischerweise 10–15 % unter Winterpreisen.
Was beeinflusst den Pellets Preis pro Tonne?
Die wichtigsten Faktoren sind: Abnahmemenge (ab 6 Tonnen günstiger), Bezugsform (lose günstiger als Sackware), Region (Süd günstiger als Nord/Ost), Rohstoffkosten (Waldaufkommen, Sägerestholzpreise) und saisonale Nachfrage.
Sind Pellets in Sackware teurer als lose?
Ja. Sackware kostete im April 2026 durchschnittlich 412,97 €/Tonne, lose Ware 378,78 €/Tonne. Der Unterschied beträgt etwa 9 % oder 34 €/Tonne. Sackware ist nur sinnvoll, wenn kein Silo vorhanden ist.
Wo finde ich Pellets Preise in der Nähe?
Portale wie Heizpellets24, CHECK24 und idealo.de ermöglichen PLZ-basierte Vergleiche. Wichtig: Neben dem Tonnenpreis auch Lieferkosten, Einblaspauschale und Mindestabnahmemenge vergleichen. Regionale Raiffeisen-Genossenschaften sind oft konkurrenzfähig.
Was ist der Pelletpreis bei Raiffeisen?
Raiffeisen-Genossenschaften bieten Pellets regional unterschiedlich an. Die Preise variieren je nach Standort, Abnahmemenge und eigenem Holzaufkommen. In Bayern und Baden-Württemberg sind Raiffeisen-Pellets wegen kurzer Transportwege oft besonders günstig.
Kann ich Pellets preisvergleichen bei CHECK24?
CHECK24 listet Pelletangebote mit Lieferkonditionen und Endpreisen. Nutzer können nach PLZ filtern und erhalten den Gesamtpreis inklusive Lieferung. Ein direkter Vergleich mit Heizpellets24 und idealo.de lohnt sich vor jeder Bestellung.
Wie hoch ist der Verbrauch für ein Einfamilienhaus?
Ein Einfamilienhaus mit 150 m² und durchschnittlichem Wärmebedarf benötigt etwa 4–6 Tonnen Pellets pro Jahr. Das entspricht 2.000–3.000 Litern Heizöl. Bei 405 €/Tonne liegen die jährlichen Kosten bei 1.620–2.430 €.
Pellets sind langfristig die günstigere Heizoption für deutsche Eigenheimbesitzer. Wer seinen Lieferanten sorgfältig wählt und die richtige Abnahmemenge kalkuliert, spart gegenüber Heizöl rund 40 %. Für Käufer in Regionen mit Silo und Zugang zu regionalen Anbietern ist der Umstieg auf Pellets die wirtschaftlich klügere Entscheidung.